Einführung eines ECMS an den sächsischen Kunst- und Musikhochschulen (ECMS-Projekt)

Einführung eines ECMS als Kooperationsprojekt an den sächsischen Kunst- und Musikhochschulen (ECMS-Projekt)

Mit dem kooperativen Projekt zur Einführung eines Enterprise-Content-Management-Systems (ECMS) verfolgen die sächsischen Kunst- und Musikhochschulen das Ziel, ihre Verwaltungsprozesse nachhaltig zu digitalisieren und hochschulübergreifend zu vereinheitlichen. Ausgangspunkt des Vorhabens war die an allen beteiligten Hochschulen festgestellte Notwendigkeit, bestehende papierbasierte oder heterogene digitale Lösungen den gestiegenen Anforderungen an Effizienz, Rechtssicherheit, Transparenz und Nachvollziehbarkeit administrativer Prozesse anzupassen. Insbesondere die Einführung der elektronischen Akte, die revisionssichere Dokumentenverwaltung sowie die langfristige Sicherung digitaler Unterlagen erfordern eine professionelle, integrierte Systemlösung.

Im Rahmen des Projekts wird daher ein kunsthochschuleinheitliches ECMS eingeführt und in den Regelbetrieb überführt. Durch das kooperative Vorgehen werden Synergieeffekte bei Beschaffung, Implementierung und Betrieb genutzt und zugleich ein gemeinsamer Standard für digitale Verwaltungsprozesse an den sächsischen Kunst- und Musikhochschulen geschaffen. Neben der technischen Einführung umfasst das Projekt auch konzeptionelle Arbeiten, die Entwicklung einheitlicher Standards (z. B. Sicherheit, Datenschutz, Organisation), Schulungsmaßnahmen sowie die kontinuierliche fachliche Begleitung der Hochschulen.

Beteiligt am Konsortium sind die Palucca Hochschule für Tanz Dresden als konsortialführende Hochschule, die Hochschule für Bildende Künste Dresden, die Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, die Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig sowie die Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden. Fachlich und organisatorisch unterstützt wird das Vorhaben durch das Kompetenzzentrum Sächsischer Hochschulen (KSH-DTAP) der TU Bergakademie Freiberg.

Die Finanzierung des Projekts erfolgt im Rahmen einer kooperativen Projektstruktur unter Einbindung von Fördermitteln des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Kultur und Tourismus sowie durch Eigenmittel der beteiligten Hochschulen. Der Abschluss des Projekts ist für das Jahr 2026 vorgesehen. 

Mit dem Vorhaben leisten die sächsischen Kunst- und Musikhochschulen einen wichtigen Beitrag zur digitalen Transformation der Hochschulverwaltung. Zugleich entsteht ein übertragbares Kooperationsmodell, das zeigt, wie auch kleinere, spezialisierte Hochschulen gemeinsam leistungsfähige digitale Infrastrukturen aufbauen und nachhaltig betreiben können.