Leitbild

Im Mittelpunkt der Ausbildung steht das Individuum mit seinen eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten.

Der Lehrplan baut auf die drei Säulen Klassischer Tanz, Zeitgenössischer/Moderner Tanz und Improvisation auf. Ziel ist es, einen gemeinsamen Ansatz zu finden der die Grenzen zwischen diesen verschiedenen Techniken auflöst. Die drei Säulen werden über das ganze Studium hinweg weiterentwickelt und  durch eine breite Auswahl an ergänzenden Fächern unterstützt. Durch die Verbindung von Theorie und Praxis werden die SchülerInnen und Studierenden befähigt, sich zu selbstständigen, kreativ denkenden Menschen zu entwickeln, die von diesen Techniken, als einem Schlüssel zur künstlerischen Freiheit, profitieren.

Drei Säulen:

Der Klassische Tanz ist traditionell sehr hierarchisch durchdrungen. Er ist verbunden mit stark normierten physischen Anforderungen und einer oft rigiden Struktur in der Technik, sowohl in den choreografischen Prozessen als auch in den Mentalitäten.

Die Palucca Hochschule für Tanz Dresden bot in ihrer frühen Historie zunächst ein rein Waganova-basiertes, klassisches Training an, wie viele damalige Institutionen in Osteuropa. Heute liegt der Schwerpunkt darauf, einen eigenen Zugang zum Klassischen Tanz zu entwickeln. Dabei baut die Ausbildung auf der Komplementarität mit dem Zeitgenössischen/Modernen Tanz und der Improvisation auf. Der Zugang basiert auf einen Dialog und wird beeinflusst von den derzeitigen Anforderungen und Entwicklungen in der modernen Tanzwelt. Bewegungsprinzipien wie Spannung und Entspannung, der Einsatz einer Spiraldynamik und die Arbeit mit Widerstand, haben nun einen festen Platz im klassischen Training.

Über alle Klassenstufen hinweg werden umfassend Spitzentechnik, Pas de deux und Variation gelehrt.

Der Zeitgenössische Tanz repräsentiert ein umfangreiches Spektrum verschiedener Techniken und Stile. Diese rühren im Allgemeinen von Tanzstücken und Techniken her, die im 20. Jahrhundert entwickelt wurden. Die Wurzeln des Zeitgenössischen/Modernern Tanzes an der Palucca Hochschule für Tanz Dresden liegen im Ausdruckstanz. Mit der Weiterentwicklung der Tanzszene bezieht sich der Zeitgenössische/Moderne Tanz, der heute an der Hochschule unterrichtet wird, auf Humphrey/Limon und Release-Techniken. Diese Techniken verfolgen einen sehr individuellen und gemischten Ansatz. Diese Methode ist einzigartig im Vergleich zu anderen Kunsthochschulen. Sie wird unterstützt durch einen internationalen Lehrkörper und orientiert sich an den aktuellen Entwicklungen der Tanzszene und der Tanzwissenschaft.

Bei den jüngeren Studierenden wird TTI (Tanz/Technik/Improvsation) gelehrt, eine Kombination aus Zeitgenössischem/Modernem Tanz und Improvisation. Später wird TTI in zwei separate Fächer gegliedert und unterstützt durch Unterrichte in floor work, Repertoire und Partnering.

Während der Ausbildung werden verschiedene Quellen der Inspiration erforscht, darunter die Dimensionen von Zeit, Raum, Gewicht und Umgebung. Klein oder groß, schnell oder langsam, dramatisch oder neutral, sind Elemente, auf die Improvisation aufbauen kann, um nur einige Beispiele aufzuführen. Dadurch lernen die Studierenden, ihre Persönlichkeit auszudrücken. Im Hochschullehrplan werden verschiedene Techniken erforscht, durch die die Studierenden ermutigt werden, ihren ganzen Körper, Geist und Seele einzusetzen.

Für die jüngeren Studierenden wird TTI (Tanz/Technik/Improvsation) unterrichtet, eine Kombination aus Zeitgenössischem/Modernen Tanz und Improvisation. Später wird TTI in zwei separate Fächer aufgegliedert. Die Improvisationsfähigkeiten der Studierenden werden außerdem geschult durch Unterricht in Komposition, Laban, Bewegungsanalyse, Forsythe Improvisation Technologies, Partnering und contact improvisation jams.