Prof. Damian Gmür

Prorektor für künstlerische Praxis, Prof. für modernen/zeitgenössischen Tanz

GEBURTSORT

geboren in Zürich, Schweiz 

AUSBILDUNG

  • International Dance School, Zürich
  • Schweizerische Ballettberufsschule Zürich (Diplom Bühnentanz)
  • Hochschule Bremen (MA Musik- und Kulturmanagement)
  • CPPA Köln/Düsseldorf (Capoeira Instruktor)
  • Palucca Hochschule für Tanz Dresden (MA Tanzpädagogik für zeitgenössischer Tanz)


KARRIERE

  • T.E.C.S. Basel
  • Tanzkompanie Konzert & Theater St. Gallen
  • Bern Ballett / Tanzkompanie der Bühnen Bern
  • Ballett Anhaltisches Theater Dessau
  • Tanzkompanie Staatstheater Oldenburg
  • Tanztheater Staatstheater Darmstadt
  • Iceland Dance Company
  • Freischaffender Tänzer, Dozent & Choreograf

LEHRE

  • Dozent und Choreograf am Tanzhaus nrw Düsseldorf
  • Gastlehrer in nationalen und internationalen Institutionen und Tanzkompanien
  • Dozent bei „Sozio Vision in Motion“ in Kassel
  • Stellvertr. Direktor, Choreograph und Probenleiter Tanz Theater Pforzheim
  • HfMDK / Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt a.M. (seit 2023 Leiter der Tanzabteilung)  


ÜBER MEINE ARBEIT

Eine künstlerische Laufbahn im Tanz bedeutet für mich, sich fortwährend mit dem Wesen des Lernens wie auch des Menschseins auseinanderzusetzen. Dieser Prozess erfordert Offenheit, Kommunikation und besonders die Bereitschaft, auch Phasen des „Nichtwissens“ mit Neugier, Vertrauen und Geduld anzunehmen.

Im Zentrum meiner pädagogischen Arbeit steht das Anliegen Räume für Partizipation zu öffnen. Ich verstehe Lehre als gemeinsamen Prozess, in dem Studierende Mitverantwortung übernehmen, mitgestalten und hinterfragen dürfen. Transparenz, geteilte Entscheidungen und ein respektvoller Austausch auf Augenhöhe bilden für mich die Grundlage eines lebendigen und nachhaltigen Lernens.

In meinem zeitgenössischen Tanzunterricht spielen neben vielfältigen Bewegungstechniken – wie Release Technique, Floorwork, Limón, Laban, Capoeira oder Elementen aus urbanen Bewegungskulturen und Kampfkunst – auch Vorstellungskraft und innere Bewegungsbilder eine entscheidende Rolle.
Fantasie erweitert das Denken, schärft die Körperwahrnehmung und fördert einen individuellen authentischen Ausdruck im Tanz. Bewegungsbilder unterstützen eine bewusste Körperhaltung, verbessern die Ausrichtung und helfen, festgefahrene oder einschränkende Muster zu überwinden.

Als Tanzpädagoge sehe ich meine Aufgabe darin, Wissen und Erfahrung auf künstlerisch inspirierende Weise weiterzugeben – mit dem Ziel, jede Tänzerin und jeden Tänzer individuell zu begleiten, zu ermutigen und in ihrer oder seiner persönlichen Entwicklung zu stärken

Die kommenden Generation von jungen Tänzer*innen wissen oft sehr genau, welchen Weg sie einschlagen möchte. Ihre Vielfalt, ihr Potenzial und ihre individuellen künstlerischen Perspektiven verdienen Aufmerksamkeit und Raum. Zugleich ist es mir ein besonderes Anliegen, dabei die Leidenschaft und Freude am Tanz auch innerhalb einer anspruchsvollen, professionellen Ausbildung lebendig zu bewahren.