Kornelija Aleksaitė
BA Tanz '24
Mein Name ist Kornelija Aleksaitė und ich habe im Sommer 2024 meinen Bachelor of Arts im Tanz abgeschlossen.
Nach insgesamt fünf Jahren an der Palucca Hochschule für Tanz Dresden – zwei Jahre in den Nachwuchsförderklassen und drei Jahre im BA-Studium – hatte ich zunächst kein Angebot für eine Festanstellung an einem Theater. Ich begann bereits, mein Leben als Freelancerin in Berlin zu planen, als ich eine E-Mail von der ZAV erhielt. Darin stand, dass das Theater Magdeburg dringend eine Apprentice für die kommende Spielzeit sucht. Ohne große Hoffnungen schickte ich meine Bewerbung ab und stellte mich innerlich schon auf eine weitere Absage ein. Zu meiner Überraschung wurde ich eingestellt!
Seit September 2024 arbeite ich am Theater Magdeburg und habe das große Glück, an fast jeder Produktion teilnehmen zu dürfen.
Die Zeit an der Palucca Hochschule hat mir eine umfassende und stabile Grundlage gegeben – sowohl im Tanz als auch in der Kunst und im Leben allgemein.
Schon mit 14 Jahren, als ich ins Internat der Hochschule zog, lernte ich, selbstständig für mich zu sorgen und gut auf mich achtzugeben. Besonders dankbar bin ich für die vielfältige Ausbildung und die unterschiedlichen Herangehensweisen an Tanz und Bewegung, die ich durch das facettenreiche Team aus ProfessorInnen und LehrerInnen erfahren durfte. Heute ist es wichtiger denn je, als Tänzerin wandlungsfähig zu sein und sich flexibel an neue Anforderungen anzupassen – eine Fähigkeit, die Palucca-SchülerInnen klar im Vorteil sein lässt.
Ein weiterer Aspekt, den ich sehr schätze, ist das Zwischenmenschliche an der Hochschule. Das Verhältnis zwischen Studierenden und Lehrenden beruhte stets auf Respekt und Wertschätzung – und das tut es noch heute. Ich habe gelernt, wie man sich professionell, aber gleichzeitig freundlich gegenüber KollegInnen und Vorgesetzten verhält. Natürlich gab es während meiner Ausbildung auch schwierige Momente, aber gerade aus diesen habe ich am meisten gelernt.
Was ich zukünftigen AbsolventInnen mitgeben möchte: Gebt niemals auf, Kunst zu schaffen und euch durch sie auszudrücken. Es ist die Kunst, die bleibt und die Einsamkeit und Unsicherheiten nach dem Abschluss in Grenzen hält. Man kann sich einen perfekten Plan zurechtlegen, aber wenn alles nach Plan verliefe, wäre das Leben nicht halb so inspirierend. Ich glaube nicht, dass man nach dem Studium „fertig gebacken“ aus dem Ofen kommt und bereit ist, es mit der Welt aufzunehmen. Doch das, was die Hochschule einem mitgibt – das Vertrauen und den Glauben an sich selbst – macht es möglich, stolz nach vorne zu gehen.
Ich gebe es nur ungern zu, aber diejenigen, die mir immer wieder sagten: „Es kommt, wenn man es am wenigsten erwartet“, hatten recht.
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Instagram: k.o.rnelija
